Passt Selbststeuerung für unser Unternehmen?

Eine Lernreise in die Zukunft

Diese Woche war ich als Impulsgeber zu einer interessanten Veranstaltung eingeladen. nonconform ist eine erfolgreiche Architekturgruppe. Um das Wachstum besser zu bewältigen zu können, wird von den Partnern überlegt, Aspekte der Selbststeuerung für das Unternehmen zu nutzen. Um nicht ungeprüft eine der derzeitig vieldiskutierten Organisationsmoden zu kopieren, wurden alle interessierten Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen zu einer "Lernreise" in unterschiedliche Unternehmen und Konzepte eingeladen.

  • Am Beginn stand ein Dialog mit der Geschäftsführung über deren Motive, ihre Organisation zu verändern. Was ist das "Problem", das mit einer anderen Organisationsform besser gelöst werden könnte?
  • Mein Beitrag bestand darin, einen konzeptionellen Überblick über die Praktiken der Selbstführung, wie dies von Frederik Laloux postuliert wurde, zu geben. Insbesondere war ich eingeladen, die besonderen Herausforderungen einer Transformation in Richtung einer Evolutionären Organisation zu beleuchten.
  • Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen Erfahrungsberichte von Unternehmen, die mit unterschiedlichsten Aspekten der Selbstführung Erfahrungen gemacht haben. Die ministrygroup aus Hamburg, eine soziokratisch geführte Baugenossenschaft, holokratisch geführte Unternehmen wie Tele Haase oder RZL ermöglichten realistische Einblicke hinter die Kulissen bloßer Überschriften.
  • Schließlich simulierte ein Berater mit den Mitarbeitern von nonconform ein holikratisches Meeting, um die Logik der strukturierten Kommunikation und Entscheidungsfindung praktisch erlebbar zu machen.
  • Schließlich gab ein Partner eines bekannten österreichischen Beratungsunternehmens Einblicke in eine Krise im Zusammenhang mit der holokratischen Selbststeuerung in diesem Unternehmen.
  • Neben diesen vielfältigen Inputs bestand ausreichend Gelegenheit diese Impulse zu verarbeiten und die Implikationen für das eigene Unternehmen zu überprüfen.

In einigen Wochen ist eine weitere Klausur geplant, um die Implikationen und Konsequenzen für das Architekturbüro – nach einer Nachdenkpause - gemeinsam zu reflektieren.

Mein Fazit:
Ich war sowohl vom Lernformat als auch von der sorgfältigen Auseinandersetzung mit einer möglichen Organisationsveränderung sehr beeindruckt. 
Möglichweise ein Best Practice Beispiel für die Einbeziehung und professionelle Reflexion einer geplanten Organisationsveränderung.

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